Ich fahre eine Dreckschleuder !

Über die Webseite von Volkswagen erhält man mit Eingabe

der FIN Nummer folgende Information:

 

“Lieber Volkswagen-Kunde,

wir müssen Sie leider informieren, dass der in Ihrem Fahrzeug mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) WVWZZZ1KZAXXXXX eingebaute Dieselmotor vom Typ EA189 von einer Software betroffen ist, die Stickoxidwerte (NOx) im Prüfstandlauf (NEFZ) optimiert. Wir versichern Ihnen jedoch, dass Ihr Fahrzeug technisch sicher und fahrbereit ist!

Wir bedauern zutiefst, dass wir Ihr Vertrauen enttäuscht haben, und arbeiten mit Hochdruck an einer technischen Lösung. Volkswagen übernimmt selbstverständlich die Kosten für alle Reparaturmaßnahmen und setzt alles daran, Ihr Vertrauen vollständig wiederzugewinnen.

Volkswagen wird schnellstmöglich auf Sie zukommen, um Sie über die notwendigen Maßnahmen zu informieren. Sollten Sie keinen Volkswagen-Kontakt haben, nutzen Sie bitte unsere Kontaktfunktion auf dieser Website.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Zahn
Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland
Volkswagen Pkw

Carsten Sass

Leiter Vertrieb Deutschland

Volkswagen Nutzfahrzeuge”

 

Immerhin sprachlich optimiert formuliert:

“… mein Motor ist also von einer (bösen, bösen) Software betroffen…”

“… die die Stickoxidwerte .. optimiert !”

Nicht nur sachlich, sondern auch noch sprachlich falsch. In der Schule im Deutschunterricht wäre glatt INHALT markiert worden. Von einer “optimierenden” Software könnte man ja noch sprechen, wenn die Schadstoffe dadurch reduziert werden. Dies ist aber mitnichten der Fall.

Richtig ist, die Software wurde eigens entwickelt, um den wahrhaften Stickstoff-Ausstoß des Motors bei einer Abgaskontrolle zu verschleiern, bzw. zu verringern. Von Optimierung kann wohl kaum die Rede sein.

Betrug trifft es da deutlich besser!

Wie gedenkt Volkswagen denn mein “Vertrauen” wieder herzustellen?

Ich bin ein zutiefst misstrauischer Mensch. Mit einer Rückrufaktion wird mein Vertrauen ganz sicher nicht so leicht wieder zu gewinnen sein.

Die Argumente, mir 2010 einen Golf Diesel anzuschaffen waren:

1. Der angegebene Verbrauch von Kraftstoff (4,9 l im Mittel) Immerhin etwa 0,6 l weniger, als mein vorheriges Auto, was bei meinem Fahrverhalten etwa 15 Euro pro Monat ausmacht.

2. Die Steuererleichterung gegenüber dem Vorgänger von knapp 180 Euro pro Jahr

3. Der Umwelt zuliebe, denn der VW Diesel weist einen Ruß-Partikel-Filter auf.

Geht man vom Wahrheitsgehalt von Punkt 1 aus, bleiben noch Punkt 2 und 3, die aber beide keine Kaufgründe mehr sind. Die Steuervergünstigung ist lediglich durch die böse Software erschlichen und ich fahre heute eine Dreckschleuder, die die Umwelt keineswegs mehr schont, als ein vergleichbares anderes Fahrzeug.

Dazu kommt wahrscheinlich noch, dass der Wiederverkaufswert meines Fahrzeuges deutlich abnehmen wird. Es bleibt überdies abzuwarten, ob das Fahrzeug nach dem Rückruf noch die gleiche Leistung aufweisen wird. Hier ist anzumerken, dass vom Vorgängerfahrzeug, welches noch den 1,9l TDI Motor hatte, ein deutlicher Leistungsunterschied gerade beim Beschleunigen zu spüren war. Damals habe ich dies mit der besseren Umweltverträglichkeit hingenommen.

Auch wenn viele, viele Arbeitsplätze daran hängen. Als Kunde würde ich nur milde gestimmt werden, wenn außer der Beseitigung der “optimierten Software” eine Kompensation in finanzieller oder anderer Form erfolgen würde.

Ganz sicher ist mein nächstes Auto sonst kein VW.

 

 

Durchbricht der DAX die Schallmauer noch im Januar?

Kaum ein Thema ist unter Börsianern derzeit so in aller Munde wie die jüngsten Rekordstände beim Dax. Ein ums andere Mal konnte der Deutsche Leitindex neue Höchststände vermelden. Der aktuell höchste Stand ist mit 9.789 Punkten knapp unter der Schallmauer von 10.000 Zählern. Die 10.000 Punkte könnten somit sogar noch im Januar 2014 fallen. Viele Börsenexperten sagen legen sich schon heute fest und prognostizieren noch höhere Kurse. So könnten die 10.000 Punkte nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu noch weit höheren Werten bedeuten.

Grundlagen für noch deutlich höhere Börsenkurse
Gründe hierfür gibt es. Es ist vor allem das billige Geld, mit dem die Zentralbanken weltweit die Märkte fluten. Auch wenn die Federal Reserve jüngst verkündete, die Anleihenkäufe nicht mehr unbegrenzt tätigen zu wollen. Auch EZB und die Zentralbank Japans fluten weiter die Märkte mit Kapital. Waren es in der Vergangenheit meist die Unternehmen, die mit guten Zahlen den Kauf von Aktien gepuscht haben, so sind es jetzt die Zentralbanken, die ursächlich für die hohen Kurse verantwortlich sein. Denn mehrere Unternehmen haben Zahlen vorgelegt, die gar nicht so positiv ausfallen. Auch die Deutsche Bank könnte schon bald eine Gewinnwarnung melden. Ganz sicher sind es auch die vielen Fonds aber auch Privatanleger, die aus festverzinslichen Papieren rausgehen. Die Zinsen sind und bleiben wohl auch noch auf absehbare Zeit auf historisch niedrigem Niveau. So ist mit konservativer Geldanlage kaum noch Rendite zu machen. Daher fließen große Kapitalströme in den Aktienmarkt, die die Kurse aktuell treiben.

Welche Aktien könnten 2014 den Durchbruch schaffen?
Wichtig für das kommende Jahr wird es aber sein, die richtigen Papiere zu wählen. Die Kurse werden nicht auf breiter Front haussieren, so viele Finanzexperten. Daher ist es für Anleger wichtig, Aktien selektiv zu kaufen. Immer noch vorsichtig sind die Anleger bei Finanztiteln. Sowohl Deutsche Bank, als auch Commerzbank konnten in den vergangenen Jahren kaum vom Aufschwung an der Börsen profitieren. Zu viele Risiken verbergen sich immer noch in den Bilanzen der Banken. Auch die Energieversorger wie RWE mussten aufgrund der Energiewende in Deutschland Federn lassen. Überproportional sind in den vergangenen Monaten aber Titel wie BASF, Adidas, Volkswagen, Daimler. Nachholbedarf könnte aber ein Titel wie Lanxess haben. Auch die Telekom Aktie könnte 2014 die Trendwende schaffen. Der Kurs der einstigen Volksaktie war in den vergangenen Woche deutlich gestiegen. Verglichen mit dem Niveau von 2006 ist das Papier aber immer noch underperforming. Gute Wirtschaftszahlen könnten auch einer Thyssen-Krupp Aktie zum Sprung von deutlich über 20 Euro verhelfen. Die Ökonomen habe erst vor wenigen Tagen Zahlen für die Weltwirtschaft vorgelegt und gehen von einem weltweiten Wachstum von mehr als 3,5 Prozent aus. Aktuell liegt die Thyssen-Krupp Aktie bei etwa 19 Euro. Ganz sicher gibt es noch weitere Tipps. Insbesondere Aktien im MDax sind ganz sicher auch empfehlenswert. Die Hausse auf dem Parkett könnte aber in jedem Fall noch eine Weile anhalten. So sind in diesem Jahr 10.000 Punkte und sogar noch weit mehr möglich.

Staatsverschuldung und Generationengerechtigkeit

Die Staatsschulden sind ja bei vielen in aller Munde.

Wer sich über die Zukunft ein paar Gedanken macht, der kommt um die Fakten, die uns Prof. Sinn in der nachfolgenden Präsentation vor Auge führt, nicht vorbei.

Nachstehend möchte ich den Vortrag von Prof. Sinn vom IfO Institut, München
anfügen, in dem einige interessante Statistiken zu sehen sind. Der Vortrag wurde im Juni 2012 aus dem Audimax der Universität Müchen anlässlich der Jahreshauptversammlung des IfO Instituts präsentiert.

Die Präsentation von Prof. Dr. Dres. h.c. Sinn spricht, so finde ich, für sich.

Viel Spaß
Mr Writer

 

Hans-Werner Sinn (geb. 7. März 1948 in Brake, Westfalen) ist ein deutscher Ökonom, Hochschullehrer und Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung mit Sitz in München. Er hat mehrere Sachbücher zu wirtschaftspolitischen Fragestellungen, zuletzt das Werk “Die Target-Falle” verfasst. Prof. Sinn hat heute den Lehrstuhl am Center for Economic Studies (CES) an der Ludwig-Maximilians-Universität in München inne und gilt,neben Bert Rürup, als einer der bekanntesten und einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands. Sinn wendet sich mit Vehemenz immer wieder zu aktuellen wirtschaftspolitschen Stellungnahmen an die Öffentlichkeit.
 

 

Dossier zur Euro-Krise

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich einen Fremdbeitrag von Matthias Elbers online stellen, der meines Erachtens nach eine sehr gute Informationsquelle zur Entstehung, der aktuellen Situation und den Folgen der Euro-Krise, darstellt.

Es handelt sich hierbei um ein etwas umfangreicheres .pdf Dokument, welches aber die Zeit des Lesens ganz sicher lohnt.

Interessant hierbei ist der Vergleich zu den täglichen ‘Wasserstandsmeldungen’ aus Funk und Fernsehen. Der Autor hat die Gründe und die Auswirkungen zum Thema sehr umfassend und – wie ich finde – gut verständlich erklärt.

Viel Spaß beim Lesen

MrWriter

Das-Euro-Desaster

Das Penguin-Update von Google

Kaum ein Thema wird seit Ende April 2012 unter SEO-Experten und Webmastern kontroverser diskutiert, als das Penguin-Update des Suchmaschinengiganten Google.

Viele Webseitenbetreiber und Webmaster müssen sich auf veränderte Algorithmen von Google einstellen und die Webseiten entsprechend den veränderten Gegebenheiten und Suchmustern anpassen.

Was bedeutet das Update

Was aber bedeutet das Penguin-Update im Einzelnen? Laut Google selbst steht das Penguin-Update dafür, dass qualitativ bessere Seiten bei Suchanfragen bevorzugt behandelt werden sollen, als qualitativ weniger gute Seiten. Nun sind die Anforderungen an eine qualitativ gute Seite durchaus diskutierbar, was in den letzten Wochen unter SEO Experten durchaus auch getan wird.

Großen Einfluss auf das Ranking einer Seite haben nach dem Penguin-Update vermutlich Link basierte Metriken, bei denen auf Webseiten vorhandenen Links stärker beleuchtet werden sollen, insbesondere ob diese auf Spamseiten hindeuten oder nicht.

 

Ziel des Penguin-Updates und die Konsequenzen

Nach eigenen Aussagen Googles ist das Penguin-Update nur auf die Spamseiten im Internet ausgerichtet, was wohl nur einem Anteil von 3% aller Suchanfragen von Webseiten betrifft. Der Algorithmus von Penguin filtert dabei das “Keyword-Stuffing“, was soviel bedeutet, wie das Aneinanderreihen von relevanten Keywords auf einer Seite, mit dem Ziel, diese hierdurch bei Suchmaschinen besser zu ranken. Ein anderer Punkt ist die Linkstruktur einer Webseite. Es ist klar festzustellen, dass ein Textaufbau einer Seite, nur mit dem Ziel, bestimmte Links einzubauen, durch diesen Algorithmus gefunden und die Seite dann entsprechend heruntergestuft wird.

 

Penguin beschert vielen Webmastern erhebliche Arbeit

Nun ist es mit einer kleinen Änderung der betreffenden Webseite meist nicht getan, denn Penguin wird in regelmäßigen Abständen upgedatet und somit werden unter Umständen mehrfach Änderungen notwendig werden.

In der SEO-Szene wird über das Penguin-Update und die Konsequenzen daraus sicher noch eine ganze Weile diskutiert werden, insbesondere darüber, welche Maßnahmen nun konkret zu ergreifen sind, bzw. in der Vergangenheit möglicherweise falsch getroffen worden sein.

Auch darf man auch auf die folgenden Google Updates gespannt sein.

Soundtrack

Today I want to share a wonderful song with you.The theme is taken from the movie soundtrack ‘Notting Hill’ which was nominated for 3 Golden Globe Awards in 1999.

 

Written 1974 by Charles Aznavour

Performed by Elvis Costello, 1999

Theme from Notting Hill, starring Julia Roberts & Hugh Grant

 

 

when I last watched that movie, I had a hard fight to hide my tears running down my cheeks, but luckily never could see it. it was the happy end who made me cry.

Besides the song performed by Elvis Costello, there is another well known soundtrack  ‘When you say nothing at all’ by Ronan Keating.

 

For many people is going to the movies the wish of a happy ending.

Some long for it.

Some got it.

 

 

 

 

 

Gutach an der Schwarzwaldbahn

Es tut sich etwas in Gutach. Noch gar nicht so lange her, da eilte dem Dorf an der bekannten, von Robert Gerwig gebauten Schwarzwaldbahn, der Ruf voraus, ein kleines und verschlafenes Nest zu sein.

Gutach, Heimat des Bollenhuts

Doch, in den vergangenen Jahren hat Gutach, insbesondere bei touristischen Aktivitäten, sein Profil geschärft. Zugpferde sind, neben der schönen Schwarzwaldtracht mit dem weltberühmten Bollenhut, das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Dort wurde, nach der Erweiterung und dem Umbau des Eingangsbereichs, verstärkt auf Tourismusaktivitäten innerhalb des Museums gesetzt. Von Vorführungen der traditionellen Schwarzwälder Handwerker bis zum Brot backen und vom Traktor Treffen bis zum Brennen von Hochprozentigem. Nun feiert das Hauptgebäude des Museums, der Vogtsbauernhof selbst, heuer sein 400jähriges Bestehen, was die geschäftige Museumsleitung zu noch mehr Aktivitäten bewegt.

Auch um das Museum herum hat sich einiges getan, denn seit einigen Jahren hat sich in unmittelbarer Nähe eine Sommerrodelbahn etabliert, die Jahr für Jahr sehr viele Besucher anzieht. Und das vor allem junge, aktive Besucher, die bisher die doch eher althergebrachten Museumsvorführungen gescheut haben. Auch der Park mit allen Sinnen ist seit geraumer Zeit ein Besuchermagnet. Bei so vielen Aktivitäten des Landkreises und von privaten Betreibern möchte natürlich auch die Gemeinde Gutach selbst nicht hinten anstehen. Diese hat mittlerweile einen urigen und immer wieder sehr gut besuchten Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Museums etabliert. Daneben wurde erst jüngst die erste Ladestation für Elektroautos in Betrieb genommen und die Anschaffung von 12 E-Bikes für Besucher der Gemeinde getätigt. Dies alles sind Indizien dafür, dass Gutach die Zeichen der Zeit erkannt hat und der Zukunft zugewandt ist.

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

Mit der Tradition im Gepäck, den Blick in die Zukunft gerichtet, könnte Gutach durchaus eine goldene touristische Zukunft blühen, denn die Weichen hierfür sind gestellt.Für Besucher, die den mittleren Schwarzwald noch nicht kennen, ist Gutach angesichts des enormen Angebots der 2.500 Seelen Gemeinde, durchaus ein lohnenswertes Ziel. Und die herrliche Landschaft, kilometerlange Wanderwege oder Aussichtspunkte des mittleren Schwarzwalds gibt’s kostenfrei hinzu.

Textservice MrWriter, Gutach

Tour de France – La grande boucle

Alljährlich im Juli schlängelt sie sich durch Frankreich und die angrenzenden Länder. Die Tour de France, liebevoll ‘la grande boucle’ genannt, was soviel heißt wie die große Schleife.

In diesem Jahr im belgischen Lüttich gestartet, sind für die Radfahrer wieder mehr als 3000km bis zum Ziel auf dem Champs d’ Élysées in Paris zu absolvieren. Das, nach den Olympischen Spielen und der Fußball Weltmeisterschaft, drittgrößte Sportereignis der Welt, bewegt nach wie vor die Massen. In Deutschland durch vergangene Dopingsünden ein wenig in Verruf geraten, genießt die Tour de France in Frankreich, aber auch in Italien oder Spanien höchste Medienpräsenz und das Interesse der Radsportfans. Insgesamt mehr als 180 Fahrer in 22 verschiedenen Teams suchen in der dreiwöchigen Frankreich-Rundfahrt ihren Sieger. Neben dem Sieger der Einzelwertung, der das prestigeträchtige Gelbe Trikot tragen darf, werden auch die Besten der Bergwertung oder der Sprintwertung gesucht. Auch die Kategorie der Mannschaftswertung ist bei den Teams immer ein erstrebenswertes Ziel, können sich die Sieger ein ansehnliches Preisgeld einstreichen. Insbesondere an Wochenendtragen und an Feiertagen werden die Straßen Frankreichs mit Hunderttausenden Zuschauern gesäumt und die Radfahrer gebührend angefeuert.

Die Medienberichterstattung in Deutschland hat sich ja 2012 mit dem Rückzug der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten auf Eurosport reduziert, zumindest was die TV-Berichterstattung anbelangt. Die 99. Auflage der Tour de France verspricht in diesem Jahr enorme Spannung, gilt doch der Ausgang der Gesamtwertung als völlig offen. Nach der Dopingsperre des dreimaligen Siegers Alberto Contador und der verletzungsbedingten Absage von Andy Schleck, der Vorjahreszweiten, sowie dem Karriereende des einstigen Siegers Lance Armstrong, treten nun andere Namen ins Rampenlicht. Ob der Vorjahressieger Evans seinen Sieg wiederholen kann, oder ob ein Bradley Wiggins aus der Sky Mannschaft den obersten Platz auf dem Podium erklimmen kann, oder vielleicht doch ein anderer? Es werden Namen wie Nibali, Brajkovic oder die Altmeister Klöden, Leipheimer oder Menchov genannt, die als ausgezeichnete Fahrer im Kampf gegen die Uhr und auch als gute Bergfahrer bekannt sind. Möglicherweise kommen wieder neue, junge Radfahrer, die über sich hinauswachsen und in der Gesamtwertung weit vorne landen könnten, in den Fokus.

Wie auch immer, die Tour de France bleibt spannend. Vor allem die entscheidenden Etappen in den Schweizer Alpen und in den Pyrenäen werden Auskunft geben, wer dieses Jahr in Paris die Träger der drei Hauptkategorien, Gelbes Trikot, gepunktetes Trikot und Grünes Trikot sind.

Es bleibt abzuwarten, wie lange sich deutsche Sponsoren noch in Zurückhaltung üben und kein eigenes Team bilden. Vielleicht ist es auch in Deutschland bald an der Zeit umzudenken und eine Sportveranstaltung dieser Größenordnung und Bedeutung wieder mehr in den Blickpunkt zu rücken. Die zahlreichen deutschen Radsportfans würden sich hierüber in jedem Fall freuen, wenn der Sport wieder einmal durch spektakuläre Leistungen für Aufsehen sorgen könnte, denn durch Dopingschlagzeilen.

René Burri

Einer der wohl bekanntesten Fotografen ist der Schweizer René Burri. Weltbekannt seine schwarz-weiß Fotografien und unvergessen die Bilder von Che Guevara mit Zigarre, von Le Corbusier oder von Pablo Picasso. Burri zählt seit 1959 zu den bekanntesten Mitgliedern der Magnum Fotoagentur. Zusammen mit Henri Cartier-Bresson und David Seymour ist Rene Burri wohl deren bekanntester Vertreter. Neben den berühmten Porträts hat Rene Burri mit seiner Leica M8, einer Kamera, von der wohl viele Hobbyfotografen träumen, unzählige Fotos in rund 150 Ländern der Erde gemacht. Wie er selbst sagt, besitze er zwei Leben, eines in Farbe und das andere in Schwarz-weiß. Der Schweizer Fotograf lebt seit Ende der 50er Jahre in Paris. Burri wurde 2011 mit dem „Swiss Press Photo Life Time Achievement Award“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Zeit seines Lebens war für Burri der Mensch im Fokus seiner Bilder, er gehört daher zu den wohl bedeutendsten Menschenfotografen. Über die Digitalfotografie sagt Burri: “Es ist eine fantastische Sache, aber kein Freibrief für ein gutes Foto.“ Wichtiger, als die Kamera, ist für Burri die Augen, das Herz und die Füße des Fotografen. Einem ist er sich aber treu geblieben: Rene Burri hat nie Kriegsfotos gemacht, auch wenn er oft in vielen Krisengebieten mit seiner Kamera unterwegs war. Immer hat er Vor- und Nachkriegsbilder gemacht, und wie er selbst in einem Interview sagt: “Ein Toter sagt nicht mehr viel aus.“

 

Spanien und die Euro 2012

Gemeinhin ist in den letzten Tagen in den Medien kaum einmal über einen der Favoriten für den Fußball-Europameisterschaftstitel berichtet worden, beherrschen doch Schlagzeigen aus Spaniens Bankentürmen die Presse.

 

Von der Finanzkrise getroffen

Ob die Bankia-Bank oder Staatsverschuldung, ob steigende Zinsen bei spanischen Staatsanleihen oder die horrende Jungendarbeitslosigkeit – Spaniens Bürger haben derzeit nicht viel zu lachen. Gebeutelt seit der Immobilienkrise 2007, steht Spaniens Wirtschaft am Abgrund. Wie Premierminister Rajoy kürzlich mitteilte, ist Spanien angesichts eines Zinsniveaus von 6,5% faktisch nicht mehr in der Lage dringend benötigtes Geld am Kapitalmarkt aufzunehmen. Es bleibt entweder die Flucht unter den europäischen Rettungsschirm EFSF, vor dem Spanien derzeit noch zurückschreckt oder der baldige finanzielle Kollaps. Erst vor Kurzem musste der spanische Staat mit vielen Milliarden die Bankia Bank stützen, um einen Dominoeffekt und somit eine Ausweitung der Finanzkrise auf weitere spanische Banken zu vermeiden. Auch den Vorstoß, Geld aus dem Rettungsfonds EFSF an die spanischen Banken zu transferieren scheiterten. In Spanien fürchtet man die strengen Auflagen, die mit den Geldern aus Brüssel verbunden sind.

 

Fußball als Katalysator der Krise?

Da kommt die Fußball Europameisterschaft gerade recht. Als amtierender Welt- und Europameister ist Spanien einer der bei Buchmachern am höchsten gehandelten Teams. Nach jahrelanger Tristesse der spanischen Nationalmannschaft gelang 2008 mit dem Gewinn der Europameisterschaft endlich ein Titel auf internationaler Bühne, dem die Mannschaft um Spieler wie Iniesta, Torres oder Xavi den Weltmeistertitel 2010 folgen ließen. Das spanische Volk fiebert dem Europameisterschaftsturnier in Polen und der Ukraine entgegen, wie kaum ein anderes europäisches Volk. So sollen die, zumeist aus Spielern von Barcelona oder Madrid zusammengesetzte Mannschaft von Trainer Vicente del Bosque, durch Siege die Krise vergessen machen und das Land, wenn auch nur für ein paar Tage, in einen kollektiven Freudentaumel stürzen. So ist der Plan, nicht nur der Bevölkerung, sondern auch die Hoffnung von Premierminister Rajoy. Denn die Siege der Fußballer geben möglicherweise auch der Regierung wieder eine Verschnaufpause bei der Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise.

Am 10.06.2012 um 18 Uhr steht in Danzig das erste Spiel Spaniens an. Ausgerechnet gegen Italien, ein weiteres, von der Wirtschaftskrise arg gebeuteltes Land.